Wildbienen

Anregungen für den Wildbienenschutz
Für praktische Naturschutzarbeiten im Schulwald, -garten, - biotop oder allgemein auf dem Schulgelände sei an dieser Stelle der Wildbienenschutz angeregt. Die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen kommen gleichzeitig auch Grabwespen sowie anderen Hautflüglern und Insekten zugute.
In der Bundesrepublik gibt es außer der Honigbiene des Imkers rund 500 weitere Wildbienen. Sie schließen die allgemein bekannten Hummeln mit ein. Vom Frühjahr bis zum Herbst kann man sie nahezu überall treffen. Ihnen kommt im Naturhaushalt eine hohe Bedeutung zu. Wildbienen bestäuben und befruchten auf Grund ihrer großen Artenzahl, ihrer weiten Verbreitung und ihrer vielfältigen Anpassungen zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen. Sie verdienen deshalb unsere Aufmerksamkeit. Ihre Erhaltung und ihr Schutz liegt in unser aller Interesse.

Spritzmittelverzicht
Zunächst einmal sollte auf jegliche Anwendung von Insektenvernichtungsmitteln verzichtet werden. Die Anwendung von "Unkraut"vernichtungsmitteln sollte ebenfalls unterbleiben, da mit ihrer Anwendung auch wichtige Nahrungsquellen beseitigt werden.

Anlage einer Wildblumenwiese
Durch die Anlage eine Blumenwiese kann das Nahrungsangebot verbessert werden. Dafür eignen sich am besten nährstoffarme Standorte. Bei der Auswahl einer Saatmischung sollte darauf geachtet werden, daß es sich um Samen hiesiger Arten und Ackerwildkräuter handelt. Welche Artenzusammensetzung sich dann in der Wiese einstellen wird, hängt letztendlich von den gegebenen Standortbedingungen ab. Im Verlaufe mehrerer Jahre werden sich geeignete Wildkräuter gegenüber den weniger angepaßten durchsetzen.

Geeignete Arten sind z.B.: Hornklee, Luzerne, Zaunwicke, Wiesenplatterbse, Ehrenpreis, Skabiose, Glockenblumen, Hahnenfuß, Wilde Möhre, Wiesenkerbel, Wiesenhabichtskraut, Schafgarbe.

Dieser Prozeß sollte nicht unnötig gestört werden. Er kann noch gefördert werden, indem nur dünn gesät wird. Ziel ist eine lockere Wiesennabe, damit sich weitere Arten von selbst einsamen können. Noch besser ist es, vorher in der näheren Umgebung selbst gesammelte Samen heimischer Arten einzusäen.

Gemäht werden sollte im Grundsatz nur zweimal im Jahr nach der Blüte (Juni/Juli und September/Oktober). Bei stickstoffreicheren Böden kann es erforderlich sein, im ersten Jahr bis zu vier Mal zu mähen, um den Boden auszumagern. Das Mähgut ist unbedingt abzuräumen und auf jegliche Düngung ist zu verzichten.

Künstliche Nisthilfen
Nisthilfen für Wildbienen und andere Hautflügler sind in den letzten Jahren erheblich bekannter geworden. Eines haben sie alle gemeinsam: es handelt sich um Gänge und Röhren verschiedenen Durchmessers (3 - 10 mm). Diese bohrt man entweder in Baumscheiben, Balken, Altholz oder auch in Ton bzw. Lehm.
Sie sollten genügend Tiefe für die erforderliche Gangtiefe zur Verfügung stellen (bis 10 cm). Es versteht sich, daß Holzschutzmittel nicht Verwendung finden dürfen.
Bündel aus Reet, Stengeln oder Bambus eignen sich ebenfalls für die Hohlraumbrüter unter den Wildbienen. Glas- oder Kunststoffröhrchen sind nicht zu empfehlen, da sie luftundurchlässig sind und da das sich bildende Kondenswasser den Nahrungsvorrat in den Brutzellen leicht verpilzen läßt.

Nisthilfen sollen nicht hin- und herbaumeln. Sie sollen an der Sonnenseite von Mauern, Pergolen, Gartenpfählen usw. angebracht werden - und zwar so, daß die Gänge waagerecht liegen und frei zugänglich sind.

Fertige Nester erkennt man an den von Art zu Art unterschiedlichen Nestverschlüssen aus Lehm, zerkauten Blättern, Harz.. Alte Nestgänge werden von den Weibchen vor einer Neubelegung oft selbst gesäubert.

Links

Ein guter Link zur übergreifenden Ordnung der Hautflügler ist die Seite http://www.hymenoptera.de/ . Sie ist z. Teil noch im Aufbau. Ein systematischer Teil führt von der Ordnung Hymenoptera in unvollständigen Schritten über Unterordnungen, Familien, . . zu Artbeschreibungen von Wespen, Hornissen und Hummeln incl. Abbildungen. Dazu die Beantwortung von "Frequently asked Questions", ein Forum, Hinweise auf Fachleute und Fortbildungsveranstaltungen.

Unter http://www.hornissenschutz.de/ versucht der NABU-Münster der allgemein verbreiteten Angst vor den düster brummenden Hornissen entgegen zu wirken und Verhaltenstipps zu geben.
  • Die braun-gelben Hornissen sind an sich friedfertige Gesellen, die einer Auseinandersetzung eher durch Flucht aus dem Wege fliegen. Ihr Gift ist nicht gefährlicher als das der Wespen und Bienen.
  • Lesenswert sind vor allem auch die umfangreichen, fundierten Informationen über die Hornissen, über ihren Lebenszyklus sowie über ihren Schutzstatus und ihre Schutzbedürftigkeit.
  • Sehenswert sind die schönen Fotos von den Hornissen und ihren Verhaltensweisen.
  • Hilfreich sind die Buchhinweise, die sich auch auf andere Hautflügler-Arten beziehen, und die Angaben über Hornissen-Videos.

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